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Lipödem | Lymphödem

Krankheitsbild Lipödem

Beim Lipödem handelt es sich um eine chronische Erkrankung mit einer Vermehrung des Unterhaut-Fettgewebes. Es kann nur die Beine, Hüften und Arme betreffen und zeigt sich nie am Stamm (nicht am Bauch, nicht an der Brust, nicht am Rücken). Das Lipödem ist nur auf die Extremitäten oberhalb der Fußknöchel und Handgelenke beschränkt. Demnach sind die Füße und Hände also ausgeschlossen. Schwellen beim Lipödem auch die Füße und Hände an, so handelt es sich zusätzlich um ein Stauungs- oder sekundäres Lymphödem. Das Lipödem scheint nur bei einer entsprechenden Veranlagung zu entstehen und tritt fast ausschließlich bei Frauen auf. Hormonelle Einflüsse wirken wahrscheinlich, da ein Neuauftreten oder eine Verschlimmerung im Rahmen der Pubertät, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren gehäuft zu beobachten ist. Das Lipödem ist immer schmerzhaft! Im Behandlungsfokus steht daher die Schmerzreduktion und weniger die Reduktion des Ausprägungsgrades der Extremitätenumfänge. Entzündungsprozesse im betroffenen Fettgewebe scheinen eine Rolle für die Schmerzentstehung zu spielen. Das Ausmaß der Schmerzen korreliert ausdrücklich nicht mit dem Ausprägungsgrad der Extremitätenumfänge. Aus diesem Grund ist die frühere Stadieneinteilung (Stadium 1 bis 3) mittlerweile verlassen worden, da diese sich ausschließlich am Extremitätenumfang und nicht am Leitsymptom Schmerz orientierte. Das Lipödem kann nicht geheilt werden.

Eine schmerzlose Fettverteilungsstörung wird als Lipohypertrophie bezeichnet (Leitlinie Lipödem 2024). Diese ist nicht behandlungsbedürftig.

Hier ein interessantes Video des NDR zum Thema aus der Sendung Visite.

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Auf der Webseite der Lipödem Gesellschaft e.V. finden Sie weitere Informationen zum Thema.

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Lipödem und Lymphödem sind zwei vollkommen unterschiedliche Krankheitsbilder!
Beim Lymphödem handelt es sich um eine Erkrankung des Lymphsystems (beim Lipödem um eine Erkrankung des Fettgewebes) mit Funktionsminderung des Abtransportes der Lymphe (Gewebswasser). Dadurch sammelt sich die Lymphflüssigkeit im Gewebe an und führt zu Schwellungen (Ödemen), Entzündungen und Verklebungen zwischen den Zellen. Es wird zwischen primärem und sekundärem Lymphödem unterschieden. Das primäre Lymphödem ist in der Regel angeboren und wird auch als "überfordertes Lymphsystem" bezeichnet. Genetische Ursachen sind häufig. Beim sekundären Lymphödem handelt es sich um eine Schädigung des zuvor gesunden Lymphsystems durch Trauma, Operationen, Erkrankungen oder Entzündungen.

Das Mainzer Lymph- und Liposuktionszentrum ist ein Schwerpunktbereich des MVZ Dr. med. Braunbeck & Partner

MVZ Dr. med. Kurt Braunbeck & Partner
Fachärzte für Allgemeinmedizin | Innere und Allgemeinmedizin | Gefäßchirurgie
Zusatzweiterbildungen: Phlebologie, Sportmedizin, Manuelle Medizin / Chirotherapie, Psychotherapie, Notfallmedizin
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